Das Förderprogramm „Politisch bilden – Demokratie erfahren – Jugend(sozial)arbeit vernetzen“

Das Förderprogramm „Politisch bilden – Demokratie erfahren – Jugend(sozial)arbeit vernetzen“ ist eines der fünf Förderprogramme im Rahmen der Jugendstrategie JES!, das einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der eigenständigen Jugendstrategie in ganz Rheinland-Pfalz beitragen soll. Ziel ist: „Anregung und Unterstützung sowie strukturelle Absicherung zur Stärkung von politischer Bildung und Demokratiebildung junger Menschen (Stichworte Demokratie als „Lebensform“, Demokratiekompetenz und Persönlichkeitsentwicklung) durch die Schaffung eines lokalen Netzwerkes im Rahmen vorhandener Strukturen der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit. Die Federführung des Netzwerkes liegt beim zuständigen Jugendamt oder in seinem Auftrag bei einem geeigneten freien Träger“ (vgl. https://mffki.rlp.de/de/themen/kinder-und-jugend/jes-eigenstaendige-jugendpolitik/foerderprogramme/).
Seit Januar 2020 gibt es in Mainz eine Netzwerkstelle, die beim Stadtjugendring angesiedelt ist. Auf dieser Seite soll die Arbeit kurz dargestellt werden.

Zwei Jahre Netzwerkstelle – ein kurzer Rückblick

Ziele der Stelle in Mainz sind laut Ministeriumsantrag folgende:

  • Kontakt zu Jugendlichen und Fachkräften herstellen sowie die Vernetzung im Bereich Jugendbeteiligung/-politik, Jugendkultur und Nachhaltigkeit/Klimaschutz
  • Politische Bildung, Demokratiebildung
  • Beteiligungsformate für Fachkräfte und Jugendliche schaffen, auch um für Jugendliche relevante Themen zu finden
  • Vernetzung aller in der Jugend(sozial)arbeit aktiver Fachkräfte, um so auch Bündelung von Ressourcen zu bündeln und neue Austauschplattformen zu schaffen

Die neue Mitarbeiterin Katharina Steiner beginnt im Januar mit ihrer Arbeit. Kaum annähernd eingearbeitet kommt Corona und stellt Netzwerkarbeit vor Herausforderungen: Wie können Netzwerke geknüpft werden in Zeiten von Homeoffice und anfänglich vor allem abgesagter Veranstaltungen und Tagungen? Es folgen zwei pandemie-geprägte Jahre, in denen dennoch einiges stattgefunden hat. Zu den oben genannten Zielen kommen situationsbedingt weitere Ziele hinzu, wie beispielsweise ein Vernetzungsangebot zum Austausch über „Jugendarbeit in Zeiten von Corona“.

Hier einige der Veranstaltungen, jeweils mit Link zu mehr Informationen:

Da Veranstaltungen nur in kleinem und vor allem engen Rahmen stattfinden konnten – wenn überhaupt – wurden Kooperationen mit einigen Partner*innen angestoßen. So arbeitete die Netzwerkstelle im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz bei MainzZero mit und kooperierte im Bereich Interkultur und Diversität mit dem BMPPD (Bund Muslimischer Pfadfinderinne und Pfadfinder Deutschland) und beteiligte sich mehrfach am Internationalen Tag des friedlichen Zusammenseins, der in den beiden Jahren leider jeweils nur alternativ und digital stattfinden konnte. Im Bereich Jugendbeteiligung und Jugendpolitik arbeitete die Netzwerkstelle eng mit dem Mainzer Jugendforum (vom Haus des Erinnerns) zusammen, sodass es mehrere gemeinsame Social Media-Kampagnen gab sowie die Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl gemeinsam durchgeführt wurde. Des Weiteren beschäftigte sich die Netzwerkstelle mit den Themen Digitalisierung und Jugendkultur. Beide waren aktuell: digitale Jugendarbeit in Zeiten der Pandemie die Möglichkeit, mit Jugendlichen in Kontakt zu bleiben und Jugendkultur durch die Anfrage aus der Graffitiszene zum Thema legale Graffiti-Wände in Mainz.

Kooperationen und Zusammenarbeiten mit dem Netzwerk „Jugend in Mainz“

Das könnte 2022 kommen

Die Netzwerkstelle ist aktuell neu ausgeschrieben. Die Stellenausschreibung findet ihr hier.

Ausgebaut und intensiviert werden soll die Vernetzung der Fachkräfte auf kommunaler Ebene. Zudem soll das Barcamp „Mein Mainz, meine Stimme!“ als Möglichkeit zur Vernetzung und Themensammlung fortgeführt werden.

Weitere Schwerpunkte sind folgende:

  • rassistische und fremdenfeindliche Tendenzen aufklären und debattierend entgegentreten
  • demokratisches Handeln auf allen Ebenen für junge Menschen einüben
  • Raum für Austausch und Selbstorganisation schaffen: Stärkung und Vernetzung selbstorganisierter Jugendgruppen vor Ort, stadtweite Vernetzung unterschiedlicher Akteur*innen der Jugendarbeit und Jugendpolitik; Interkulturellen Austausch ermöglichen
  • Experimentierfelder für gelingende Formen von Partizipation ermöglichen
  • Organisation verschiedener Veranstaltungen und Angebote sowie Fortbildungsmöglichkeiten
  • Öffentlichkeitsarbeit auf Social Media
  • und vieles mehr…